Corona-Virus  Erkrankung

 

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus                 Stand  15.1.2021

 

Unsere Patienten-Information als Word-Dokument zum Ausdrucken:  hier. 

 

Impfen oder nicht, das ist hier keine Frage: FAQ zum Impfen zum Ausdrucken.

 

Wir befinden uns in einer Pandemie, d.h. einer Epidemie, die sich über viele Länder erstreckt. Inzwischen sind weltweit über 90 Millionen Menschen erkrankt und 2 Millionen gestorben. Das Corona-Virus SARS-CoV-2 löst die Atemwegserkrankung Covid-19 aus und bedroht besonders die Älteren durch eine lebensgefährliche Lungenentzündung.  Kinder erkranken oft nicht, können das Virus aber verbreiten. Erwachsene erkranken in der Regel wie bei einer Grippe, manchmal mit schwerem Verlauf. Ab dem 50. Lebensjahr steigt die Gefahr der Lungenentzündung und steigt mit zunehmendem Alter die Sterberate immer stärker an.

Anfangs nahm man an, dass SARS-CoV2 die Atemwege befällt und nur bei schweren Krankheitsverläufen andere Organe geschädigt werden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass SARS-CoV2 ein Multiorgan-Virus ist und primär neben den Lungen auch andere Organe wie Nieren, Gehirn, Herz, Leber oder Darm angreift.

In der ersten Welle agierte die Politik besonnen, die Bürger haben solidarisch und gut mitgearbeitet, unser Gesundheitssystem war besser aufgestellt als in vielen anderen Ländern. Die exponentielle Anstiegsphase wurde durch die strikten Sozial-Distanz-Maßnahmen, durch Masken und Hygiene abgefangen, die Schwerkrankenzahl blieb unter der Kollapsschwelle des Gesundheitssystems. So stand Deutschland im internationalen Vergleich nach der ersten Welle sehr gut da.Im Sommer ging die Ansteckungswelle zurück, nur in wenigen Ländern wie den USA gab es noch eine schnelle Ausbreitung.

Im Spätsommer stiegen auch bei uns die Infektionszahlen wieder an durch Urlaubs-Heimkehrer und nachlassende Sorgfalt beim Einhalten des Abstands und Tragen der Masken. Sogenannte Freiheits-Demonstrationen von Ignoranten ohne Abstand und Masken potenzierten die Virusaktivität. Die feuchte Kälte im Herbst und das Zusammenrücken in warmen Räumen fördert die Virusausbreitung. Die täglichen bis 30.000 Neuinfektionen und 1000 Toten haben die Infektionszahlen der ersten Welle um das fünffache überstiegen. Die zweite Pandemie-Welle rollt.
Viele Gesundheitsämter und Labore sind bereits durch die hohe Zahl der täglichen Neuinfektionen überlastet. Nachverfolgung und Quarantäne liefen aus dem Ruder. Der Teil-Lockdown war notwendig, doch die offenen Schulen und täglich vollgestopften Schul- und Pendlerbusse konterkarierten die Schließungen von Restaurants mit Einhaltung von Hygiene und Abstandsregeln. In der ruhigen Sommerphase hat die Politik die technische Aufrüstung der Gesundheitsämter verschlafen. Jetzt laufen wir mit den Maßnahmen fast chancenlos der Infektionswelle hinterher. Viele Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. So war der komplette Lockdown notwendig, um ein Gesundheitschaos zu verhindern. Die Nachbarländer kämpfen ebenfalls mit der zweiten Pandemie-Welle, zum Teil mit noch schlechteren Zahlen.
Die für die Eindämmung der Pandemie wichtige Nachverfolgung erfolgt in den Gesundheitämtern noch analog, zu langsam. Die Corona-Handy-WarnApp verfehlt ihr Ziel, weil sie von der Bevölkerung nicht freiwillig genutzt wird und weil Gesundheitsämter und Labore nicht digital angebunden sind. Nur eine allgemeine aktive Nutzung der digitalen, schnellen Corona-Handy-WarnApp, kombiniert mit konsequenter Sozialkontakt-Distanz und dem Tragen von FFP2-Masken, kann diese 2.Welle bremsen. Ein wichtiger Grund für das nahezu komplette Stoppen der Infektion in Taiwan und Südkorea ist die Zwangs-CoronaApp und die digitale Überwachung der Quarantäne.

Die Strategien einzelner Länder gegen SARS-CoV2 unterscheiden sich zum Teil erheblich, erst die spätere Analyse wird zeigen, welches der richtige Weg war. Inzwischen kennen wir SARS-CoV2 besser und können die Maßnahmen besser steuern. Leider geschieht das in einem deutschen Flickenteppich, der die Einsicht in die Maßnahmen mindert.

Fest steht: die wirksamsten Mechanismen gegen eine schnelle Virus-Ausbreitung sind Sozialkontakt-Distanz, FFP2-Masken, Hygiene, und bei Infektion bzw Infekt-Kontakt Quarantäne. Das Diagramm zeigt die Infektkette mit den Infizierten-Zahlen ohne Maßnahmen (bei der Ansteckungsrate des SARS-Cov2 Virus von 2,5) und mit Maßnahmen (Ansteckungsrate 0,5), dazwischen die Infizierten der erdsten Welle in Deutschland. Die Ansteckungsrate (R-Wert) gibt an, wieviele Menschen ein Infizierter ansteckt.

covidinfket   covidausbrvergl (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Was ist die Alternative zu den bisherigen Maßnahmen?:
Nichts machen, die Infektionswelle laufen lassen: Es infizieren sich wellenartig bis lawinenartig über Wochen bis Monate immer mehr Menschen, die meisten erleiden eine leichte bis mittelschwere grippeartige Erkrankung. Durch die große Zahl der Erkrankten müssen viele Betriebe und öffentiche Dienste wegen Personalmangel schließen mit der Folge eines Wirtschaftsrückgangs. Die große Zahl der Schwerkranken bringt die Krankenhäuser zum Kollaps, sie können keine Patienten mehr aufnehmen und versorgen. Die Verlagerung in den häuslichen Bereich überlastet das ambulante Gesundheitswesen, Schwerkranke sind zuhause ohne Versorgung. So war es in Italien und Brasilien und droht es jetzt in England. Ein Großteil der Bewohner von Seniorenheimen stirbt. Nach Monaten erreicht die Durchseuchung die Herdenimmunitäts-Schwelle, die Neuansteckungen gehen zurück, es tritt wieder Normalität ein. Jährlich wird eine Infektionswelle im Herbst/Winter wiederkehren wie bei Influenza.
Die etwa gleichzusetzende Pandemie 1918/20 durch Influenza H1N1 hat in 4 Wellen über 3 Jahre 22 bis 40 Millionen Tote gefordert. Nüchterne Zahlen, wer aber einen Menschen kennnt, der leiden und Jahre zu früh sterben musste, sieht eindrucksvoll das ethische Problem.

 

 

Wie sich schützen vor dem Virus ?  - ausführlicher

Am häufigsten werden die Viren durch Tröpfchen in der Luft und durch die Fein-Aerosole in der Luft besonders über Atemwege, Augen und die Nasenschleimhäute übertragen, auch über Kontakt durch die Hände!  Deswegen:

FFP2-Masken (ohne Ausatemventil) tragen in belebten Zonen und Geschäften. Exakt angelegt, sind sie der beste Schutz für den Maskenträger selbst und für die Personen in der Umgebung. Einfacher Mund-Nasenschutz aus Vlies oder Stoff ist deutlich weniger effektiv, für den Träger fast wertlos. In Hotspots ist eine Schutzbrille sinnvoll.
Die Coronaviren docken hauptsächlich an Enzymen im Richorgan in der Nase an. Deswegen ist die Bedeckung der Nase absolut wichtig.

Beim Niesen und Husten: wegdrehen, in ein Papiertaschentuch oder zur Not in die Ellenbeuge.

Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen.

Nicht die Hände schütteln,  möglichst wenig anfassen.

Häufig die Hände 20-30 Sekunden lang mit Seife gründlich waschen.

2 Meter Abstand vor anderen Menschen halten.

Zu Hause bleiben. Sozial-Kontakt-Distanz in allen Bereichen einhalten.

Räume oft Stoß-Quer-Lüften zur Keimlastverdünnung in der Luft.

Hotspots der Ansteckungsgefahr:    Viele Menschen, eng aufeinander, stark atmend (Singen, Tanzen, Sport), ohne Maske, im geschlossenen Raum.

Was schädigt das Coronavirus?      Oft und gründlich Hände waschen (mechanisch),  Händedesinfektion (viruzid), Lüften (Ausdünnung der Ärosole, Trockenheit);  Absolut tödlich für Viren und Bakterien ist UVC-Strahlung (254nm) und Ozon. Deswegen verwenden wir in der Praxis täglich neben Desinfektionsmitteln auch UVC-Licht und Ozon zur Entkeimung.

 

 

 

Wie die Krankheit erkennen ?

Nach einem ansteckenden Kontakt kann es 2 Tage bis 1 Woche dauern, bis Krankheitssymptome auftreten. Die Krankheit kann wie jeder Atemwegsinfekt beginnen mit Fieber und Halskratzen, Nasenfluss, Schnupfen und Husten, aber auch nur mit Fieber und trockenem Husten. Geruchs- und Geschmackstörungen wurden häufig beschrieben, manchmal auch Durchfall. In der Regel verläuft der Infekt wie eine leichte oder mittlere bis schwere Grippe, aber es kann eher zu einer Lungenentzündung kommen, die tödlich verlaufen kann. Auch weitere Komplikationen an vielen Organen sind möglich.

Inzwischen wurden Analysen und auch eine Unterteilung in Verlaufsformen der Krankheit Covid19 erstellt .
Die Unterscheidung Covid19, Influenza-Grippe, Grippaler Infekt und Allergie/Asthma ist diffizil: coviddd

 

 

Was tun im Krankheitsfall ?

Wenn Sie Krankheitssymptome ähnlich einer Grippe bekommen, überlegen Sie, ob Sie in den letzten 2 Wochen Kontakt mit Infizierten oder Erkrankten mit Covid-19-Verdacht hatten, ob Sie sich in der Nähe von infizierten Personen befanden, oder ob Sie in einem Risiko-Gebiet waren. Schauen Sie, ob Ihre Corona-WarnApp eine Warnung zeigt.

Bleiben Sie zu Hause!

Kontaktieren Sie uns bitte per Telefon in der Praxis, wir besprechen mit Ihnen die Situation nach dem aktuellen Stand. Ab 19.Oktober ist die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung nach telefonischer Beratung wieder möglich. Näheres hier.

TelefonNummern:     KV Notdienst Praxis: 116 117,   Uniklinik Ulm: 0731 500 44448,    Gesundheitsamt Ulm: 0731 185 1050  /  0731 185 1730,    Land BW Hotline: 0711 904 39555.

Rachenabstrich-Stellen befinden sich an der Uni Ulm, Eselsberg, am Krankenhaus Ehingen, Galerie, und in verschiedenen speziellen Corona-Praxen. Der KV-Notdienst führt ambulante Rachenabstriche durch. Ein Abstrich wird  NUR  nach telefonischer Anmeldung über die Telefon-NotdienstNr  116 117  durchgeführt. Über 116 117 wird das Geschehen koordiniert, um lange Wartezeiten (von Kranken) und Ansteckungsmöglichkeiten zu vermeiden. 
Bei Kontakt zu einer Corona-positiven Person und bei Krankheitssymptomen sollte man einen Rachenabstrich durchführen. Wir führen bei Bedarf für unsere Patienten vor der Praxis Rachenabstriche durch, NUR nach vorherigem telefonischem Kontakt!   Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Symptomen und Covid19-Verdacht, der Bund oder das Land in speziell gelagerten Fällen, zB bei Personen mit direktem Kontakt zu Infizierten, Pflegeheimbewohnern, Beschäftigten in Schulen, KiGas und KiTas. Leider wechseln die Vorgaben ständig.
Wenn man Menschen der Risiko-Gruppe besucht, sollte man kurz vorher einen Rachenabstrich-Schnelltest machen, um zu kontrollieren, dass man gerade nicht ansteckend ist.

Für Nachbarschaftshilfe hier im Raum Erbach gibt es die Mail-Adresse: erbacher.helfen.erbacher@gmail.com, und die Telefonnummer: 07305 8290. Scheuen Sie sich nicht, hier um Hilfe für alltägliche Schwierigkeiten nachzufragen. Hier können Sie Ihre Hilfe anbieten; es haben sich schon viele Hilfsfreudige gemeldet.

Ein Kontakt für FFP-Masken und für MNS (Mund-Nasen-Schutz): Manfred Lehner, Kreuzbergstraße 6 in Westerstetten, Tel 07348 6064.

 

 

 Zahlen zur Corona-Pandemie

Tagesaktueller Bericht des Landesgesundheitsamtes BW
Links zu aktuellen Coronavirus Informationen
und guten Statistiken finden Sie hier
.

 

Sars-CoV2 in Deutschland: gesamt-Infizierte und tägliche Neu-Infektionen:

 covidzahldt  covidzahldttag

Covid-19 in verschiedenen Ländern:

Erkrankte und Bevölkerungsgröße:
 covidzahlland 
Covid-19-Tote auf 1 Mio Einwohner und absolut:
 covidzahltot
Covid-19 Erkrankte, Genesene und Tote in verschiedenen europäischen Ländern:
 covidzahlkomb

Auf dieser Seite  covidzahlworld  sind die wichtigen Parameter einzelner Länder aus der ganzen Welt zur Pandemie tabellarisch angegeben, für den heutigen und für die letzten 2 Tage. Sie können in der oberen Zeile die Suchparameter der Auflistungsreihenfolge ändern, zB. nach Ländergröße, Erkrankungen, Todesfällen auf 1Mio Einwohner etc suchen.

Von einigen Ländern werden die Angaben über Erkrankungen und Todesfälle leider geschönt, aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen.

Das Verhältnis von Krankheitsfällen und Todesfällen zur Einwohnerzahl eines Landes ist das Ergebnis von Landesstruktur, pandemiegerechtem Verhalten, politischer Handlungsfähigkeit und Effektivität des Gesundheitssystems und ist sehr komplex.  Eine gründliche Abhandlung hat das Netzwerk für evidenzbasierte Medizin veröffentlicht.
Gute Zusammenfassungen der Pandemie und Berichte zur aktuellen Lage auf den verschiedenen Kontinenten und in verschiedenen Ländern sind bei Wikipedia und bei der Neuen Züricher Zeitung zu finden.

Die Dunkelziffer von symptomfreien Infizierten gegenüber nachgewiesenen Infizierten und damit die Durchseuchung ist noch unklar, es wird eine Durchseuchung der Bevölkerung von etwa 2% vermutet. Erst bei einer Durchseuchung von 60 bis 80% sinkt die Ansteckungsgefahr durch die Herdenimmunität.

 

Wieviele Menschen nach Infektion erkranken, ist noch unbekannt. Etwa 90% der Covid-19-Erkrankten machen eine leichte bis schwere 'Grippe' durch und sind nach 4 Wochen wieder geheilt. 5-10% erkranken schwerst mit Beatmungsnotwendigkeit, von den beatmeten Patienten sterben 60%. Ab etwa dem 50. Lebensjahr steigt das Sterberisiko mit zunehmendem Alter deutlich an. Um sich selbst und um die Risikogruppe der Alten zu schützen, muss jeder Einzelne seinen Beitrag leisten, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Virusausbreitung zu verlangsamen: durch Sozialkontakt-Distanz, Mundschutz, Abstand halten, Hygiene und bei Infektion Quarantäne.

Seit Herbst gibt es Schnelltests, mit denen aus dem Rachenabstrich eine akute Coronavirus-Infektion in 15 Minuten erkannt werden kann mit einer Genauigkeit von 95%. Ein positiver Test bedeutet, dass man im Moment infiziert und die Viruslast im Rachen hoch ist, man ansteckend ist. Ein negativer Test bedeutet, es ist kein Coronavirus im Rachen oder nur eine kleine, nicht ansteckende Viruslast. Theoretisch kann das nach 2 Tagen schon wieder anders sein.
Auch kann man damit in der Praxis bei einem Infekt eine Differenzierung zwischnen Influenza und Covid19 vornehmen. Damit großzügig und flächendeckend zu testen ist der Schlüssel zur Pandemiebekämpfung. Die Frage der Kostenübernahme durch die Krankenkassen oder durch Bund / Land ist jedoch noch nicht geklärt. Ab Januar '21 gibt es einen PCR-Schnelltest mit der Genauigkeit eines PCR-Labortests, leider nur in wenigen Zentren.

 Ein Überlick über die Testverfahren:
Nachweis einer momentanen Ansteckung:
          Rachenabstrich und PCR-Labortest,  Dauer 1-3 Tage,
          Rachenabstrich und AG-Schnelltest in der Praxis, Dauer 15 Min,
          (Rachenabstrich und PCR-Schnelltest, Dauer 40 Min) 

Nachweis einer vergangenen Ansteckung:
          Blutabnahme und AK-Test im Labor,  Dauer 1-3 Tage,
          Blutabnahme und AK-Schnelltest in der Praxis, Dauer 15 Min.

 

Mit einer Impfung kann die Bevölkerung ohne Krankheit gegen SARS-CoV2 immunisiert werden. Es wurden bundesweit Impfzentren eingerichtet. Die Impfzentren in den Ulmer Messehallen und in Ehingen sind für Ulm und den Alb-Donau-Kreis zuständig. Der erste Impfstoff, ein neuartiger mRNA-Impfstoff von BionTech, wird seit 27.12.20 eingesetzt, der 2.(auch mRNA, von Moderna) ab Mitte Januar.
Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Impfreihenfolge festgelegt. Über die genauen Modalitäten und die Anmeldeprozedur kann man sich informieren über www.116117.de. Man kann einen Termin vereinbaren über Tel 116117, über www.116117.de und über eine App, wenn man zu der aktuellen Risikogruppe zählt.
Im Lauf des Jahres kommt die Impfung in den Kassenarztpraxen. Dann können schnell Millionen Menschen geimpft werden, wie das jedes Jahr innnerhalb von 2 Monaten mit 20 Millionen Jnfluenza-Impfungen erfolgt. Bis zum nächsten Winter könnte die Herdenimmunität erreicht werden.

Impfen oder nicht, das ist hier keine Frage. Häufige Fragen dazu hier.

Trotzdem müssen wir noch einige Monate mit dem Virus SARS-Cov2 leben. Was in den nächsten Wochen und Monaten passiert, weiß niemand. Zwei Dinge sind entscheidend: 
1.das Verhalten der Bevölkerung, ob sie die Ausbreitung des Virus fördert oder bremst. Sorglosigkeit und Nicht-Einhalten der Schutzmaßnahmen ist gefährlich. 
2.das Verhalten des Virus, ob es evtl mutiert und sich verändert, schwächer oder gefährlicher wird. Jetzt wird es gefördert durch die feuchte Kälte und durch die Verlagerung des Lebens von draußen nach drinnen. Das Sommerwetter mit mehr UV-Licht und Trockenheit wird das Virus wieder bremsen.

Je mehr Infektionen stattfinden, desto mehr Mutationen des Virus können entstehen. Eine Veränderung zu mehr Ansteckungsfähigkeit bedeutet viel mehr Erkrankungen und damit mehr Tote. Eine Veränderung zu mehr Aggressivität bedeutet schwereren Krankheitsverlauf und damit mehr Tote. Leider wurden Anfang Januar zwei Mutationen mit höherer Ansteckungsfähigkeit in England und in Südafrika beobachtet, die auch schon den Sprung nach Deutschland geschafft haben. In den nächsten Wochen ist mit einer Zunahme des Infektgeschehens zu rechnen.

Wir müssen unsere Sozialkontakte beschränken, konsequent im öffentlichen Raum und in Geschäften am besten eine FFP2-Maske ohne Ventil tragen, müssen das Sozial-Distanz Gebot und das Abstandsgebot einhalten, die Hygiene-Regeln beachten und die Handy-Warn-App nutzen. Nur so können wir die Ausbreitung des Virus in Schach halten. Die Wissenschaft wird es mit dem Imfstoff besiegen.


 

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